Alpha · frei und quelloffen · AGPL-3.0

Für jeden Einsatz,
wohin er auch führt

MicroTAK soll ein schlanker und dennoch voll funktionsfähiger TAK-Server werden, geschrieben in Rust. Er ist dafür ausgelegt, netzunabhängig auf einem Einplatinencomputer oder einem alten Laptop zu laufen, das Team vor Ort zu bedienen und dessen Daten über jede noch verfügbare Verbindung mit der Zentrale abzugleichen.

Alpha-Software. MicroTAK wird aktiv entwickelt und wurde noch in keinem Realeinsatz verwendet. Probieren Sie es aus, testen Sie es und melden Sie, was nicht funktioniert. Verlassen Sie sich aber nicht darauf, wenn Menschenleben oder Existenzen davon abhängen.

Smartphones verbinden sich mit einem MicroTAK-Server, der im Gelände mitgeführt wird; der Server ist per Funk oder IP an die Zentrale angebunden. Funk · IP · USB Zentrale MicroTAK WLAN LoRa Funk

Warum MicroTAK

In abgelegenem Gelände, bei einem Ausfall von Strom- und Kommunikationsnetzen oder dort, wo Funkverbindungen gestört werden, gibt es kein Rechenzentrum – und jedes Watt zählt. Trotzdem braucht ein Team ein gemeinsames Lagebild: Positionen, Chat, Markierungen, Missionen und Dateien.

Schlank

Nur das Nötigste eines TAK-Servers in einer einzigen kleinen Programmdatei. Keine mitgelieferte Weboberfläche und kein Datenbankserver. Ausgelegt für Einplatinencomputer, alte Laptops oder Mini-PCs (NUCs), auf x86_64 und ARM64.

Auf Stabilität ausgelegt

In Rust geschrieben – für Speichersicherheit und vorhersagbares Verhalten. Das Ziel: ein Server, der unbeaufsichtigt durchläuft, auch wenn weit und breit niemand da ist, um ihn neu zu starten.

Kompatibel

Nutzt die Protokolle und Schnittstellen des offiziellen TAK-Servers. Die TAK-Apps, die Ihr Team bereits verwendet, verbinden sich damit wie mit jedem anderen TAK-Server.

Modular

Zusatzfunktionen wie eine Admin-Weboberfläche oder später Funkbrücken sind eigene Module. Sie betreiben nur, was Sie brauchen, und halten den Stromverbrauch so niedrig, wie es der Einsatz erfordert.

Einsatzszenarien

Für diese Szenarien ist MicroTAK ausgelegt. Sie beschreiben, worauf wir hinarbeiten – nicht Einsätze, die es schon gegeben hat: MicroTAK wurde noch in keinem Realeinsatz verwendet. „Funktioniert heute“ bedeutet, dass die Funktionen, die das jeweilige Szenario braucht, in der aktuellen Alpha vorhanden sind.

Katastrophenhilfe

Das Hochwasser hat die Mobilfunkmasten lahmgelegt. In jedem Bereitstellungsraum schließen Ehrenamtliche einen Laptop mit MicroTAK an einen Stromerzeuger an; Rettungsboote und Versorgungstrupps erscheinen auf jedem Tablet im Umkreis. Steht die Satellitenverbindung für ein paar Minuten pro Stunde, gleicht jeder Bereitstellungsraum seine Daten mit der Führungsstelle ab: Positionen, neu markierte Gefahrenstellen, aktuelle Karten.

Setzt Roadmap voraus Serververbund und Abgleich zwischen Servern

Forstwirtschaft und Holzernte

Gearbeitet wird zwei Täler hinter dem letzten Handyempfang. Ein kleiner Server im Mannschaftsfahrzeug deckt den Holzlagerplatz ab; die Forstleute an Motorsäge und Maschine teilen ihre Positionen, markieren gefährliche Bäume und Gefahrenbereiche auf der Karte und chatten ohne Mobilfunknetz.

Funktioniert heute

Jagd

Eine Drückjagd mit zwanzig besetzten Ständen entlang eines Höhenzugs. Vor jedem Schuss sehen alle, wo die anderen stehen; die Jagdleitung lenkt das Treiben per Smartphone, und die Wildbergung bekommt die genaue Stelle, an der das Stück liegt. Der Server steckt im Rucksack.

Funktioniert heute

Rettungsdienst bei Großschadenslagen

Ein Busunfall auf einer Landstraße. Der erste Rettungswagen bringt einen kleinen Server mit; nachrückende Kräfte sehen den Aufbau der Einsatzstelle, den Bereitstellungsraum und die Hubschrauberlandestelle, und die Einsatzleitung behält im Blick, welche Besatzung wo ist. Keine Patientendaten, nur das gemeinsame Lagebild.

Funktioniert heute

Vermisstensuche

Jemand ist von einer Bergwanderung nicht zurückgekehrt. Die Einsatzleitung verteilt die Suchgebiete als Mission; jeder Suchtrupp sieht sein Gebiet, seinen eigenen GPS-Track und wo die anderen schon gesucht haben. Trupps außer Reichweite arbeiten lokal weiter; ihre Tracks werden zusammengeführt, sobald sie eine Relaisstation erreichen oder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Setzt Roadmap voraus Serververbund und Abgleich zwischen Servern

Fuhrparkmanagement

Die Servicefahrzeuge eines Wasserversorgers auf dem Land und einige Fahrzeuge von Fremdfirmen, alle mit einem Smartphone mit TAK-App an Bord. Auf dem Betriebshof läuft MicroTAK auf einem Mini-PC: Die Disposition sieht jedes Fahrzeug, schickt Aufträge als Markierungen mit Notizen und Fotos, und nichts hängt von einem Cloud-Abo ab.

Funktioniert heute

Großveranstaltungen im Freien

Ein dreitägiger Traillauf durch den Wald. Streckenposten, Ersthelfende und das Verpflegungsteam haben Smartphones dabei; die Veranstaltungsleitung sieht, wer wo ist, informiert alle, wenn ein Abschnitt umgeleitet wird, und der Sanitätsdienst weiß bei jedem Vorfall, wer am nächsten dran ist.

Funktioniert heute

Milsim

Ein Airsoft-Wochenende auf einem stillgelegten Übungsplatz. Jede Fraktion betreibt ihren eigenen MicroTAK-Server auf einem Laptop, mit eigenen Kanälen für Teams und Führung; die Spielleitung sieht alles. Karten, Spielziele und Missionspakete werden vor Spielbeginn vorbereitet.

Funktioniert heute

Pfadfinden

Eine Wanderung mit fünf Gruppen auf verschiedenen Routen. Die Leitung sieht, wo jede Gruppe gerade ist, die Gruppen melden erreichte Kontrollpunkte mit einer Markierung, und alle können Nachrichten an alle schicken. Eine gute Gelegenheit, Navigation, Funkdisziplin und Teamarbeit mit echten Werkzeugen zu üben.

Funktioniert heute

Vermessung und Außendienst

Ein Vermessungstrupp markiert in einem abgelegenen Gebiet Punkte, fotografiert Objekte und tauscht über einen Server im Fahrzeug Datenpakete aus. Wieder in Reichweite – oder per USB-Stick im Büro – werden die Ergebnisse des Tages mit der Zentrale abgeglichen.

Setzt Roadmap voraus Serververbund und Abgleich zwischen Servern

Ein Server im Rucksack

Eine Person trägt den MicroTAK-Server und bindet ihn per Funk an ein Datennetz an. Alle anderen im Team erreichen ihn über WLAN, Funk oder LoRa. Der Server gleicht sich mit der Zentrale oder einer mobilen Einsatzleitung ab und verteilt Daten, CoT und Kartenebenen in beide Richtungen.

Mehrere kleine Server, jeder für seinen eigenen Bereich, gleichen sich untereinander ab, sobald eine Verbindung besteht. Endgeräte wechseln zwischen ihnen. Wenn sonst nichts mehr durchkommt, werden die Daten per USB-Stick überbracht.

Roadmap Serververbund, Roaming, Datenübergabe per USB und Funkbrücken werden derzeit konzipiert. Der Server selbst ist schon heute verfügbar; was bereits funktioniert, steht weiter unten.

  • IPLAN, Mesh-WLAN, Mobilfunk, Satellit
  • AX.25Packet Radio
  • ReticulumRobustes Mesh-Netz
  • LoRaGroße Reichweite, geringer Strombedarf
  • AmateurfunkKW-, UKW- und UHF-Verbindungen
  • USB-StickWenn sonst nichts mehr durchkommt

Was heute funktioniert

Diese Funktionen sind umgesetzt und wurden während der Entwicklung mit ATAK-CIV, OmniTAK und CloudTAK getestet. Es handelt sich um Alpha-Software: Rechnen Sie mit Ecken und Kanten und mit inkompatiblen Änderungen zwischen den Versionen.

Registrierung

Eigene Zertifizierungsstelle, Einladungen per QR-Code, Konten mit Passwort und Zertifikatsregistrierung so, wie TAK-Apps sie erwarten. Das Zertifikat eines verlorenen Geräts lässt sich jederzeit widerrufen, eine Identität jederzeit sperren.

Streaming

Positionen, Chat und Markierungen über TLS mit gegenseitiger Authentifizierung, einschließlich TAK-Protokoll (Protobuf). Neu verbundene Endgeräte erhalten sofort die letzten bekannten Positionen.

Missionen

Die offizielle Mission-API: Missionen, Abonnements, Rollen, Änderungsverlauf, Kartenebenen, Missionspakete und Aktualisierungen in Echtzeit.

Dateien

Datenpakete, Fotos und weitere Dateien über DataSync und die Dateiverwaltungs-API.

Gruppen

Kanäle mit Sende- und Empfangsrichtung wie beim offiziellen Server, direkt am Gerät umschaltbar.

Geräteprofile

Einstellungen und Dateien an Geräte verteilen – bei der Registrierung, beim Verbinden oder bei Bedarf.

Betrieb

Backups, Prometheus-Metriken, Verbindungslimits und Ratenbegrenzung. Dazu ein Kommandozeilenwerkzeug für die Verwaltung und eine optionale Admin-Weboberfläche.

Installation

Docker-Images und fertige Binaries für x86_64 und ARM64, dazu ein Helm-Chart für Kubernetes.

Roadmap

  1. Als Nächstes

    Serververbund (Föderation)

    Kleine Server gleichen sich untereinander und mit der Zentrale in beide Richtungen ab – über IP, AX.25, Reticulum, LoRa und Amateurfunk, ausgelegt auf geringe Bandbreite und zeitweise unterbrochene Verbindungen.

  2. Geplant

    Roaming

    Endgeräte wechseln von einem Server zum anderen und behalten dabei ihr Lagebild.

  3. Geplant

    Datenübergabe per USB

    Daten per USB-Stick überbringen, wenn keine Verbindung besteht.

  4. Geplant

    Funkbrücken

    Optionale Module, die Funkgeräte und Mesh-Geräte an den Server anbinden.

Erste Schritte

Starten Sie den Server mit Docker. Beim ersten Start legt er eine eigene Zertifizierungsstelle an; eine Internetverbindung braucht er nicht.

docker run -d --name microtak \
  -p 8446:8446 -p 8443:8443 -p 8089:8089 \
  -v microtak-data:/var/lib/microtak-server/data \
  ghcr.io/microtak/microtak-server:latest

Danach registrieren Sie das Admin-Konto mit dem einmalig gültigen Bootstrap-Token aus dem Datenverzeichnis, laden Geräte per QR-Code ein und verbinden ATAK. Das README (auf Englisch) beschreibt alle Schritte, die Konfiguration und den Betrieb hinter einem Reverse-Proxy.

Lieber ein einzelnes Binary? Laden Sie microtakd für x86_64 oder ARM64 auf der Release-Seite herunter, oder installieren Sie MicroTAK per Helm-Chart.

Die MicroTAK-Familie